
Friti Obe Wanderig zum Schloss Bipp
Der Wetterbericht verheisst nichts Gutes. Trotzdem treffen sich am Bahnhof Herzogenbuchsee zehn Naturfreund:innen. Vier weitere stossen in Niederbipp dazu. Das zeigt das grosse Interesse an der Wanderung zum Schloss Oberbipp!
Wie Meteo angekündigt hat, beginnt es kurz nachdem wir Niederbipp verlassen und dem Jurasüdfuss entlanglaufen, zu regnen. So werden zuerst mal Schirme gezückt, Pelerinen montiert Regenhüte auf den Kopf gesetzt. Gut geschützt lassen wir uns die Laune nicht verderben und erfreuen uns an der schönen Natur und der üppigen Vegetation. Gemächlich geht es hoch Richtung Schloss und wir sind gespannt auf das, was uns erwartet!
Oben angekommen, werden wir freundlich von Damaris Sommer, der Bäuerin, empfangen. Sie bewirtschaftet den Bauernhof zusammen mit ihrem Mann, Simon Sommer. Zugleich ist das Paar Schlosswart. Dies verpflichtet sie, Aufgaben in und um das Schloss herum zu übernehmen. Damaris Sommer erzählt uns bei einem Rundgang, der auf Pflastersteinen, sogenannten Katzenköpfen, über Treppen und Graswegen hoch hinaufführt bis zum Turm, welcher als Kerker diente, viel Interessantes. Sie berichtet von vielen Besitzerwechseln im Laufe der Jahrhunderte, dass der Einfall der Franzosen abgewehrt werden konnte und das Schloss auch mal als Steinbruch diente. Heute gehört das Schloss Bipp dem Kanton Bern und ist in Privatbesitz einer Familie Stehlin aus Basel (im Internet ist unter Schloss Bipp alles zu erfahren).
Die Aussicht ist trotz dem verhangenen Wetter beeindruckend. Wir wähnen uns auf den alten Wegen und in den Gemäuern zuweilen wie in alten Zeiten, und malen uns aus, noch einem Kutscher mit Pferdegespann zu begegnen! Frau Sommers Begeisterung für die Gärten auf dem Schlossareal ist spür- und sehbar! Überall spriessen Blumen. Zuletzt zeigt sie uns noch ihr Gartenhaus, indem sie Setzlinge alter Sorten zieht. Wir sind alle beeindruckt von ihrem Engagement, und das, was sie zusammen mit ihrem Mann auf dem Hof und auf dem Schlossareal leistet!
Nach der Führung erwartet uns in einem kleinen Nebengebäude ein Imbiss, welcher Marianne Bangerter für uns mit dem Auto zum Schloss hinaufgeführt hat und uns liebevoll präsentiert. Selbstgemachte Züpfe und Speckbrot, Käse und geröstete Kürbiskerne, dazu warmen Tee. Wir erlaben uns an den Köstlichkeiten. Vielen herzlichen Dank an Marianne!
Ebenfalls vielen Dank an Annemarie, die für Fritz Bangerter eingesprungen ist, der leider erkrankte.
Voller Eindrücke, mit einem gut gefüllten Bauch und gut gelaunt machen wir uns auf den Rückweg nach Wiedlisbach, wo uns der Bus zurück nach Herzogenbuchsee bringt.
Ursula Wagner, September 2025












