
Bericht zum Stadtbummel in Neuenburg: „Auf den Spuren von Friedrich Dürrenmatt“
Ein Rundgang durch die Stadt von Friedrich Dürrenmatt – Neuenburg
Gut gelaunt und voller Vorfreude bestiegen wir den Bus nach Solothurn. Dort hiess es zunächst warten, denn unser Zug nach Neuenburg hatte bereits Verspätung. Doch das konnte unsere Stimmung nicht trüben!
In Neuenburg angekommen, begrüsste uns Dora herzlich. Insgesamt 21 Personen nahmen an der Wanderung teil. Besonders erfreulich: Sogar jemand aus Biel war mit dabei. Diese Person hatte unsere Wanderung auf der Homepage der Naturfreunde Schweiz entdeckt.
Gemütlich machten wir uns auf den Weg hinunter in die Altstadt. Das Wetter meinte es allerdings nicht besonders gut mit uns: Es regnete fast den ganzen Tag. Natürlich freute sich unser ausgetrocknetes Land über den willkommenen Niederschlag – für unsere Stadtwanderung hätten wir uns aber durchaus etwas mehr Sonnenschein gewünscht!
Unterwegs kamen wir am Restaurant Cardinal vorbei, das mit einem kleinen Porträt von Friedrich Dürrenmatt aufwartet. Auch die Stiftskirche und das Schloss von Neuenburg standen auf unserem Programm. Von der schönen Terrasse aus könnte man eine wunderbare Aussicht geniessen. Könnte – denn der Regen machte uns leider einen Strich durch die Rechnung.
Mit dem Funi ging es anschliessend hinauf in Richtung Botanischer Garten. Dort wartete bereits einer der Höhepunkte unserer Wanderung auf uns.
In der Cafeteria genossen wir unsere wohlverdiente Mittagsrast. Das mitgebrachte Picknick schmeckte in gemütlicher Runde besonders gut. Dazu gab es Kaffee, Tee und für einige sogar ein Gläschen Absinth. So liess sich der Regentag doch bestens geniessen!
Friedrich Dürrenmatt – Künstler und kritischer Beobachter
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Centre Dürrenmatt. Der Architekt Mario Botta hat
das Haus geschickt mit alten und modernen Bauelementen verbunden. Daraus ist eine beein-druckende Symbiose entstanden.
Die Bilder und Werke des malenden Friedrich Dürrenmatt waren vielleicht nicht jedermanns Sache. Die Bilder liessen mich über unsere heutige Welt nachdenken. Besonders eindrücklich fand ich diesen Satz von ihm: «Vor mir sehe ich ein grosses Bild. Es zeigt uns auf einem Floss, das dem Katarakt entgegentritt. Wir sind unbesorgt, singen und spielen und streiten um bessere Aussichtsplätze – und vergessen dabei, das Floss zu steuern.» Diese Worte haben mich beschäftigt. Wie oft sind wir mit uns selbst beschäftigt, streiten um die besten Plätze und vergessen dabei, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und unser Floss zu steuern? Beim Betrachten der Bilder wurde mir bewusst, wie sehr Dürrenmatts Gedanken auch unsere heutige Gegenwart widerspiegeln.
Nach diesem spannenden und abwechslungsreichen Besuch machten wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof. Unsere Route führte uns durch Wiesen und Wald sowie über ganz gewöhnliche Strassen. Plötzlich entdeckten wir noch die Stammbeiz von Friedrich Dürrenmatt. Sie gehörte damals seinem Freund Liechti, der auch aus dem Emmental stammte. Und siehe da: Diesmal kamen wir sogar ohne Regen ans Ziel!
Am Bahnhof nahmen wir Abschied von Neuenburg und machten uns auf die Heimreise. Dankbar für einen interessanten Tag und voller neuer Eindrücke kamen wir wohlbehalten wieder in Buchsi an.
Ein herzliches Dankeschön an Dora für die kompetente Führung und die spannenden Einblicke in Neuenburg und in die Gedankenwelt von Friedrich Dürrenmatt. Die 21 Naturfreundinnen und Naturfreunde, werden diesen abwechslungsreichen Tag trotz Regen in guter Erinnerung behalten!
Fritz












