
Bericht zur Suppenwanderung Auenlandschaft Ruppoldingen
Wir, 18 Leute, machten uns gegen Mittag mit unserer Wanderleiterin Vreni Rothenbühler auf den Weg nach Aarburg, wo wir bei sonnigstem Wetter «begrüsst» wurden.
Sogleich ging es, immer mit Sicht auf das Schloss Aarburg, zur Aare hinunter. Hier gelangten wir zur Aarewaage (schweizerdeutsch: Woog); einem Wirbel-Phänomen. Die Aare fliesst hier tat-sächlich teilweise rückwärts. Dies entsteht dadurch, dass infolge eines aus der Festung hervor-stehenden Felsensporns und dem Einströmen eines entgegen dem Flusslauf fliessenden Bächleins ein Wirbel entsteht.
An dieser Stelle fiel der Schreibenden noch eine Stele mit dem Gesicht von W.A. Mozart und einem Hinweis auf den Mozartweg auf. Tatsächlich durchquerte der zehnjährige Mozart im Jahre 1766 auf dem Rückweg nach einer dreijährigen Europareise die Schweiz und gab hier zahlreiche Konzerte. Was sicher Vielen bekannt ist: der Mozartweg führt auch durch Herzogenbuchsee.
Jetzt weiter zur heutigen Suppenwanderung: Von der «Woog» aus machten wir uns …immer schön der Aare nah….(Stiller Has lässt grüssen) auf den Weg nach Ruppoldingen. Eine wunder-schöne Gegend, eine Auenlandschaft mit Flachwasserzonen und Inseln – Natur pur! Da wir auf der schattigen Seite wanderten, gab es ein paar glitschige Stellen zu überwinden; nach einer knappen Stunde kamen wir dennoch alle heil beim Laufwasserkraftwerk Ruppoldingen an, wo wir im Restaurant Aareblick mit einer feinen Suppe (Tomaten oder Kürbis) erwartet wurden.
Nach Speis und Trank gings auf der linken Seite der Aare (mangels Uferweg) auf der Hauptstrasse zurück Richtung Aarburg. Hier machte Vreni mit uns noch einen Abstecher zu dem «1000er-Stägli»: Die Treppe (Bornstiege) wurde 1896 bis 1904 entlang einer Druckleitung des Kraftwerkes Ruppol-dingen gebaut und führte zu den oben befindlichen Speichterteichen. Die Druckleitung gibt es nicht mehr, die Treppe wurde indessen von Freiwilligen restauriert und in Stand gehalten. Sie gilt heute als perfekter Fitness-Trail – in der Tat sollen es gar 1’150 Treppenstufen sein. Da von den Anwesenden niemand Lust auf ein Spezialtraining hatte, verliessen wir diesen sportlichen Ort und trafen bald einmal in Aarburg ein.
Wer noch animiert war von den vielen «Stäglis» vorher, stieg die Treppen zur Terrasse des Schlosses hinauf, wo man mit einer herrlichen Aussicht auf Aare und Aarburg und aufs Säli-Schlössli belohnt wurde.
Bereichert mit vielen Eindrücken und interessanten Entdeckungen unter stahlblauem Himmel und fast frühlingshaften Temperaturen beendeten wir unsere Suppenwanderung beim Bahnhof Aarburg. Ein toller Tag mit einem kleinen Wermutstropfen … stetiger Lärm der Autobahn, die hier just der Aare entlang gebaut wurde.
Ganz lieben Dank an Vreni Rothenbühler, die uns – einmal mehr gut vorbereitet – mit viel Wissen begleitete.
Lisbeth Fink


















